Bogenallee Wohnen [+]

Hamburg, 2005

Das Grundstück in Stadtteil Harvestehude liegt im attraktiven städtischen Umfeld der Universität an einer Stichstrasse im Innenhof eines Wohn- und Geschäftsblocks.
Das vorgefundene Bürogebäude von 1974 war in der Fassade abgängig und der Innenausbau und die Haustechnik sanierungsbedürftig. Die Lage rechtfertigte keine weiteren Investitionen in eine Büronutzung.

Der Bestand wurde bis auf den Rohbau zurückgebaut. Die vorhandene TG wurde weiter genutzt, die Zufahrtrampe jedoch durch einen PKW-Aufzug ersetzt. Ein weiteres Treppenhaus ermöglicht die Erschließung als Zweispänner von jeweils 4 Wohnungen pro Geschoss.

Ziel des Projektes ist die Vermarktung von hochwertigen Eigentumswohnungen im Neubausegment. Dazu wurden die Grundrisse „individualisiert“: Auf vier Geschossen wurden 15 Wohnungen verschiedener Typen realisiert. Den Erdgeschoss-Wohnungen ist ein hofseitiger Patio vorgelagert. Die Wohnungen in den Obergeschossen besitzen zum Innenhof großzügige Balkone und zur Bogenallee zusätzlichen Wohnraum, die Flex-Boxen. Diese Sonderelemente übernehmen eine Raumerweiterung von Küche, Schlafraum oder Badezimmer; hier finden die Sauna, die Badewanne und der Esstisch Platz. Diese Boxen geben in der Fassade zur Bogenallee jeder Wohnung ihr spezifisches Erscheinungsbild.
Zudem wurde eine Fassade entwickelt, die über eine starke Identität die unterschiedlichen Wohnungen und Boxen zusammenhält.

  • Info:Transformation eines 70-er Jahre Bürohauses zu 16 Wohneinheiten + Raumgewinn
  • Lage:Bogenallee 10-12, Hamburg
  • Auftraggeber:COGITON GmbH
  • Kennzahlen:3.000 m² BGF
    16 Wohneinheiten
    Tiefgarage mit 23 Stellplätzen
  • Leistung:Objektplanung LPH 1-9
  • Termine:Planungsbeginn April 2003
    Bauzeit 2004 – 2005
  • Team:Tragwerk Windels, Timm, Morgen, Hamburg
    Haustechnik PlanerWerft, Hamburg
    Landschaft Breimann & Bruun, Hamburg
    Vermesser Peter G. Tiedemann, Hamburg
    Akustik Taubert und Ruhe, Halstenbek
  • Awards:Architekturpreis Bauen im Bestand 2006
    Deubau Preis 2006
    Jahrbuch Architektur in Hamburg 2008
  • Fotos:Christian Schaulin

Unter Firmierung Blauraum Architekten GmbH